Erfolgreiche ACTA-Proteste – wie geht’s weiter?

In über 50 Städten haben sich DemonstrantInnen versammelt um gegen das internationale Handelsabkommen ACTA zu demonstrieren.

Die Proteste, die ich in Hannover und Bremen mitbekommen habe, waren vor allem durch eins geprägt: Verweise auf Memes im Internet, von 9 Gag und icanhazcheeseburgers. Daneben die offenbar etablierten Piraten und zumindest in Hannover: gut erkennbare Grüne.
Die Teilnehmeranzahl der Demonstrationen überstiegen in Hannover locker 3000, in Bremen bestimmt 1500 (Stand 15:00). Das, obwohl der Ratifizierungsprozess in Deutschland gestoppt wurde, die Demonstrationen an sich keinen Ziel mehr hatten außer den generellen Unmut gegen ACTA auf die Straße zu tragen.
In Hannover gab es eine Gruppe von Nazis, die versucht haben, an der Demonstration teilzunehmen. Ziemlich schnell wurden sie von der Polizei abgedrängt. Es gab dort zu mindest offensichtlich eine Geschlossenheit, die Nazis nicht an der Demo teilhaben zu lassen. So ein Konsens ist elementar für das Bestehen eines längerfristigen Bündnisses.
Inhaltlich ist kaum auf die Aushandlung eines neuen Konsenses eingegangen worden. Für eine Lösung des Konflikts wäre der jedoch richtungsentscheident.

Was bleibt? Die sog. „Internetcommunity“ bleibt präpolitisch. Durchaus wachsam, möglich jederzeit aktiv zu werden, aber ohne weitreichende Ambitionen die Welt grundlegend zu ändern.