Ergebnisse der Anfrage an den Verfassungsschutz

Vor einiger Zeit habe ich eine Anfrage beim Verfassungsschutz gestellt, ob etwas gegen mich vorliegen würde. Mittlerweile habe ich eine Antwort bekommen und die hat es in sich.
Zuerst steht da drin, dass sie mir nicht alle Informationen geben können, weil sie sonst ihre internen Arbeitsmethoden offenbaren müssten.
Sie haben drei gespeicherte Dinge offenbart: ein Platzverweis in Vechta, die Moorburgbesetzung in Hamburg und meine scheinbare Präsenz auf einer Demo „Solidarität mit der Freiheitsbewegung Kurdistans“ in Göttingen.
Die ersten beiden Sachen sind passiert, der Platzverweis in Vechta bereits 2006, als ich gerade mein Abitur abgelegt habe. Ich habe gleichzeitig von der Polizei ein Auskunftsersuchen eingeholt und dort war der Platzverweis bereit gelöscht.
Kurioserweise wurde ich auf einer Demo gesehen, auf der ich nicht gewesen sein kann. Die Demo „Solidarität mit der Freiheitsbewegung Kurdistans“ fand parallel zur GJN-Landesmitgliederversammlung in Hildesheim statt.
Ich hätte da einige Fragen:
Warum kommt der Verfassungsschutz zu der Auffassung, ich könnte auf der Demo gewesen sein?
Wieso bleibt ein sechs Jahre alter Eintrag der Polizei gespeichert?
Wann ist der Beweis da, dass keine demokratiefeindliche Gesinnung vorliegt? Was muss ein Demokrat tun, um aus dem Visier gelassen zu werden?

Ich werde mich beraten und ggf. auf die Herausgabe aller Informationen klagen. Das Vorhandensein der Akte beweist noch einmal, wie der Verfassungsschutz politisch missbraucht wird, dass es eine politische Behörde ist und so nicht weiter bestehen kann.

Kurzer Nachtrag: im HAZ-Artikel, steht: „Ich hinterfrage gerne, was in der Gesellschaft los ist. Ich bin aber auf keinen Fall ein Linksextremist.“ Leider schafft das den Eindruck als würde ich die Extremismusdoktrin teilen, oder befürworten. Fest steht aber, dass mich von dieser Doktrin abgrenze. Richtig wäre: „ein sog. Linksextremist.“, auch wenn das weiter mit den Begriffen hantieren würde.