Ehrung für engagierte Frau

Gestern, am 12. Oktober wurde Maria Ostendorf für ihre langjährige Arbeit in der christlich-jüdischen Zusammenarbeit ausgezeichnet. Ich habe sie als Schüler kennengelernt. Meine Schule hat die Eröffnung einer Ausstellung organisiert, es gab szenische Darstellungen, Musik und ich habe eine Rede gehalten. Nach der Veranstaltung kam sie auf mich zu und berichtete mir von einem deutsch-israelischen Jugendaustausch, der seit 20 Jahren aus dem Oldenburger Münsterland nach Israel und wieder zurück geht. 20 Jahre sind eine beeindruckende Zeit für einen freien Jugendaustausch. Viele Personen haben sich individuell mit ihren Fähigkeiten und Ideen eingebracht, kein Jahr war wie das vorherige. Es ist sicherlich Marias Verdienst, dass dieser Austausch mit den wechselnden PartnerInnen weiter am Leben geblieben ist. Der Jugendaustausch ist jedoch nur ein Punkt ihrer Verdienste. Im ganzen Oldenburger Münsterland beteiligen sich Schulen an einem Gedenken an Verfolgung und Ermordung im nationalsozialistischen Deutschland. Jedes Jahr ist eine andere Schule an der Reihe, eine Veranstaltung zu planen und durchzuführen. Daran beteiligen sich auch die Grundschulen auf ihre Weise. Maria Ostendorf ist eine inspirierende Person, eine gute Gesprächspartnerin, ich hoffe sie bleibt uns noch lange erhalten.